BUDDHA MARAVIJAYA
BUDDHA MARAVIJAYA
Antike asiatische Kunst - Auktion Mai 2003
Code: AS18-067
Bronze
Burma/ Myanmar
19. Jh.
HÖHE 75,5 CM
Bitte klicken Sie für eine größere Bildansicht auf das Vorschaubild
Ein Bildnis, das in der Ausführung der Gewandpartien unverkennbar den Mandalay-Stil äußert. Der schräg ausgestellte Sockel ist mehr oval gerundet, Buddha sitzt auf ihm in Paryankasana. Eine Hand berührt die Erde, mit dieser Geste (der Bhumisparsha Mudra) verkündet er seinen Sieg über Mara (Maravijaya). Das Gesicht zeigt die typisch burmesischen Idiome der Zeit, es ist breit und in Ausgeglichenheit versunken. Die Augen sind eingelegt, das Weiße in ihnen leuchtet wirkungsvoll, zumal die Oberfläche der Bronze in den Hautpartien geschwärzt ist. Sehr kontrastvoll dazu verhalten sich natürlich auch die vergoldeten Flächen, das sind Frisur und Gewandung. Erstere mit kleinen Locken, aber einem relativ großen Ushnisha darüber. Das Gewand sehr faltenreich und mit dem sehr reizvollen lockeren, etwas manieristischen und üppigen Schwung, der dem Mandalay-Stil eigen ist. Die Samghati fällt geradezu in Kaskaden herab, an bestimmten Stellen stehen Zipfel des Gewandes sehr spitz ausschwingend weg. Dieses betont Verspielte und glänzend Dekorative - nur des Gewandes - steht in einem eigenartigen Gegensatz zu dem betont ruhevollen Wesen des Buddha. Es ist eine Frage, wie weit hier bewusst auf die inhaltsleere äußere Hülle als stellvertretende Darstellung für das an sich inhaltlose Wesen alles Irdischen und Nicht-Spirituellen gezielt wurde



