HAKUUNSAI: SIEBEN MASKEN

HAKUUNSAI: SIEBEN MASKEN

Netsuke, Okimono und Inro - Ausstellung 2005

Code: NEF-021

Netsuke, Elfenbein

Japan

1. H. 19. Jh.

Breite 3,8 cm

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Eine ausgezeichnete Masken-Schnitzarbeit in besonders schönem maritimem Elfenbein von Hakuunsai, der aus der bekannten Kikugawa-Familie stammte und in Edo (Tokyo) lebte. Schwierig ist es, an dieser Masken-Arbeit zwischen Hakuunsai I und II seriöserweise zu unterscheiden*. Zeitlich dürfte sie aus der ersten H. des 19. Jh. stammen (jedoch sollen Maskengruppen, Menzukushi genannt, erst ab der Mitte aufgekommen sein). Rein formal ähnelt sie etwas einem Manjugata, ist aber auch auf der Unterseite mit zwei Masken ausgeführt und natürlich weniger rund als ein Manjugata. Witzig ist der abrupte mimische Wechsel - böse, lachende, dumme, liebliche Gesichter, dicht beisammen! Der lachende Alte, die pausbäckige Oto (bekannter als Okame oder Uzume), der Fuchs oder der Räuber Kumasaka sind einwandfrei zu identifizieren. Die sehr gekonnt eingeschnittene, sehr frei geschriebene Dreizeichen-Signatur befindet sich auf einem Steg, durch den auch ein Himotoshi gebohrt ist. Sehr kompaktes Stück, teilweise etwas eingefärbt gewesen (rotes Fuchsmaul, rote Lippen.

Experte: Wolfmar Zacken

* Vermutlich noch Hakuunsai I. Der II. war nämlich schon weniger kraftvoll und viel mehr detailliert (bis zu 10 Masken). Siehe auch das erotische Netsuke von vermutlich Hakuunsai II in Nr. XX(10).

Lit.: Die vorliegende Darstellung ist vielfach dokumentiert, gute Vergleichsbeispiele u.a. in Lazarnick (Netsuke & Inro Artists); Neil Davey, Abb. 408; Baur Coll. C764; Schwarz, Abb. 187. Vgl. über den Künstler in Nr. XX (10).