MINZAN: GLÜCKSGOTT HOTEI

MINZAN: GLÜCKSGOTT HOTEI

Netsuke, Okimono und Inro - Ausstellung 2005

Code: NEF-058

Netsuke, Elfenbein

Japan

Um 1800 bis frühes 19. Jh.

Höhe 6 cm

Bitte klicken Sie für eine größere Bildansicht auf das Vorschaubild

Man kann den Hotei sehr unterschiedlich darstellen, etwa als den charismatischen, kräftig und recht beleibt gewachsenen Mönch aus dem Ende der Tang-Zeit (10. Jh.), oder eben als süßlichen Glücksbringer, was auch sehr schmackhaft sein kann. Oder so wie hier als eine sehr eigene parodistische Variante - nämlich als Vielgeplagten! Weil er - der Arme - die Attribute aller anderen Shichifukujin (Sieben Glücksgötter) zu schleppen hat! Noch dazu watet er durchs Wasser, über glitschigen Schotter vielleicht, jetzt versteht man seinen etwas säuerlichen Ausdruck, der aber noch immer Hotei´s berühmtes Buddha-Lachen ein wenig durchscheinen läßt. Ikonografisch ist die Gestaltung inhaltlich natürlich ergiebig, wir haben den Hirsch für Fukurokuju und Jurojin (Nr. XX) neben Hotei stehen, am Gürtel hängen Brasse und Fäustel, Symbole der Gottheiten Ebisu und Daikoku, diese beiden wären auch in Nr. XX zu finden. Bishamons Pagode und Bentens Laute schauen aus dem Sack der Schätze, der sich auf Hotei´s Kopf und Schultern befindet, hervor. Auf dem Sack selbst befinden sich im Relief mehrere Schriftrollen abgebildet, möglicherweise als Attribut des Jurojin. Nur Hotei´s Fächer fehlt. Durchaus witzig erscheint das so penibel ausgeführte Faltenröckchen dieses Glücksgottes. Sehr gut geschnitzte Einzelheiten in dem Elfenbein, kräftiger Ausdruck (um 1800, frühes 19.), gute Patina. Die Himotoshi im Rücken, die Signatur in der einen kleinen Wasserwirbel tragenden Basis.

Experte: Wolfmar Zacken

Lit.: The Meinertzhagen Card Index of Netsuke Seite 530.