STELE EINER JAIN-YAKSHI (SASANADEVATA)
STELE EINER JAIN-YAKSHI (SASANADEVATA)
Antike asiatische Kunst - Auktion Mai 2003
Code: AS18-057
Sandstein
Zentralindien
ca. 11./12. Jh.
HÖHE 47,3 CM
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Eine sehr attraktive, in dieser Qualität sehr seltene Arbeit. Die weibliche Zentralfigur ist groß ausgeführt, sie beherrscht das Bildnis und befindet sich sogar in einer erstaunlich guten Erhaltenheit. Besonders das Gesicht zeigt belebt feine, stilistisch fühlige Durchgestaltung der Züge. Die Fruchtbarkeitsgenie sitzt mit einem angezogenen Bein und ist vieramig. Sie ist reich mit Ketten geschmückt, die teilweise über ihre üppigen Kugelbrüste verlaufen. Auf dem Kopf trägt sie eine hohe Krone und dahinter befindet sich eine große Lotusblüte als Nimbus. Leider fehlen zwei der Arme (und damit auch die Attribute). Die erhaltenen zeigen Gebetskette und Keule. Im Hinduismus würde das auf Vishnu und somit möglicherweise auf eine Mahalakshmi hinweisen. Jedoch befinden sich auf der Stele links und rechts oben in Meditationspose verharrende Tirthankara, welche diese Stele als eine jainistische ausweisen. Die Tirthankara sind nackt, ansonsten jedoch einem Buddha sehr ähnlich. Die Yakshi ist von zwei in Tribhanga stehenden, auch kugelbrüstigen Begleitfiguren flankiert. Unter dem Thron der Yakshi liegt ein Widder. Yakshi ist die weibliche Form von Yaksha, den 24 Tirthankara sind 24 Yaksha und 24 Yakshi zugeordnet. Die weiblichen Yakshi werden im Jain vielfach auch Sasanadevata genannt. Ein sehr ungewöhnliches, seltenes Bildnis. Die wichtigen Bildteile sind gut erhalten, ansonsten verschiedene altersbedingte Fehlstellen.



