TOYOMASA: TWO DOGS - INU
TOYOMASA: TWO DOGS - INU
Japanese Netsuke - 7th Exhibition 1988
Code: Ne788-003
Netsuke, wood
Japan
19th cent.
Height 3,6 cm
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Man sieht diesem Netsuke sofort an, daß es sich um keine gewöhnliche Darstellung von Hunden handelt, zu sehr lebt eine stille Natur in den beiden, zu sehr ist ihnen aber auch ein sorgfältig abgewogenes stilistisches Kleid angemessen worden. Der Schneider, der das tat, heißt Toyomasa und ist der Begründer der Tamba-Schule. Weitere Netsuke von ihm finden Sie in den Nrn. 8, 11 und 26. Dieser Meister, der aus einer Bauernfamilie stammte, war ein ausgezeichneter Universalist, der verschiedenste Gegenstände herstellte, ein Dichter war und für den Daimyo der damaligen Tamba-Provinz (heute Kyoto Fu) arbeitete. Allerdings ist es schwierig, Vater und Sohn zu unterscheiden, denn Toyoyasu, bekannt als „linkshändiger Toyomasa", signierte selten mit seinem eigenen Namen, jedoch gerne mit „Toyomasa". Natürlich ist dieses enge und authentische Zusammenwirken zu trennen zu versuchen, irgendwo vergeblich und irrational. Sehr herrlich an dem Netsuke die Zusammenstellung von Inu und Jungem, weil das auf sehr geschickte, sehr natürliche Weise viel.Freiheit zwischen beiden läßt, aber doch auf die Festigkeit des Gefüges achtet. Nichts steht zu weit ab und doch ist alles Leben in jeder Einzelheit vorhanden. Man kann es an den Schnauzen, Ohren, Schwänzen, Haltungen erkennen, bei jedem auf ganz seine Weise, der große Hund beschützend, der kleine verspielt. Meisterhaft der Haarschnitt, ruhig und den Körper hinabfließend, ebenso der Schnitt der Augen und die exakte Einlage eines schwarzen Horns, das einen tiefen, treuen Blick ergibt. Die Signatur auf einem Schenkel, die Schnur konnte durch irgendwelche Öffnungen zwischen den Beinen geknüpft werden. Insgesamt sehr subtile Ausarbeitung, perfekter Zustand, dunkle bis schwärzliche Einfärbung des Holzes, vermutlich Buchsbaum, an etwas angeriebenen Stellen tritt ein gelbbrauner Farbton hervor. Das Netsuke ist abgebildet in HU Nr. 420 und stammt aus der Sammlung des Autors. In einem Artikel von Robert Dee in I NCS 11/4 über Toyomasa wird auf Seite 38 das Stück abgebildet und vermerkt, daß es „very much in the style of Hidari Toyomasa" sei (Hidari = Linkshändiger).



