© Galerie Zacke
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Katalognummer: AK1115-365
YOSHITSUGU: TSUBA MIT AWABI-MUSCHEL
Eisen
Japan
18. bis 19. Jh.
HÖHE 7,5 CM

Marugata-Form mit bündigem Rand und Ryohitsu. Die etwas durchbrochene Darstellung bietet die Schalen von Awabi, bei uns „Seeohr“ genannt. Charakteristisch für die Awabi sind die Luftlöcher in langer Reihe. Die zwei Schalen sind jeweils nach Vorder- und Rückseite des Stichblattes gerichtet. Auf dem Seppadai die Signatur AKA-O YOSHI-TSUGU (= Yoshitsugu II).

Expertise:
Wolfmar Zacken

Aus der Sammlung Dr. Karl Florenz (1865-1939)

Dr. Karl Florenz war ein bekannter Gelehrter, und Universitätsprofessor, der als „Pionier“ der deutschen Japanologie gilt. Er lebte von 1865 bis 1939. Von 1888 bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs hat er in Japan gelebt und gelehrt. Danach hat Dr. Florenz (1865 bis 1939) einen Lehrstuhl für Japanologie in Hamburg übernommen, Japan sollte er nicht wiedersehen. Von ihm gibt es Übersetzungen einiger wichtiger japanischer Bücher, darunter das Nihongi, die älteste offizielle Chronik Japans, für die ihm der höchste japanische Gelehrtengrad verliehen wurde. Seine große Sammlung wurde dann zum Teil ein Opfer der Bomberangriffe im Weltkrieg (den er selbst nicht mehr erlebt hat), die Tsuba usw. haben das jedoch einigermaßen gut überstanden. Dr. Florenz sammelte vorwiegend ältere Stichblätter, die Mehrheit ist aus dem 18. Jh., und er achtete offensichtlich auf eine breite Streuung an unterschiedlichsten Motiven.