© Galerie Zacke
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Katalognummer: AK1115-368
TSUBA MIT DEN SIEBEN WEISEN IM BAMBUSHAIN
Eisen, Gold, Silber etc
Japan
19. Jh.
HÖHE 7,3 CM

Die „Sieben Weisen im Bambushain“, ein beliebtes Motiv, werden Chikurin (Bambushain) shichi Kenjin genannt. Diese waren im 3. Jh. in China eine Gruppe an gebildeten Genießern, Dichter, Gelehrte und musikalisch Begabte. Sie kamen regelmäßig zusammen zum Trinken, Disputieren, Musizieren. Die hochreliefige Darstellung am Tsuba zeigt sie vor hohem Felsgebirge, drei haben eine lange Schriftrolle ausgebreitet und diskutieren, die anderen stehen mehr vereinzelt. Alle Gesichter in Kupger, Gewänder und andere Details vergoldet, die Schriftrolle Silber.

Expertise:
Wolfmar Zacken

Aus der Sammlung Dr. Karl Florenz (1865-1939)

Dr. Karl Florenz war ein bekannter Gelehrter, und Universitätsprofessor, der als „Pionier“ der deutschen Japanologie gilt. Er lebte von 1865 bis 1939. Von 1888 bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs hat er in Japan gelebt und gelehrt. Danach hat Dr. Florenz (1865 bis 1939) einen Lehrstuhl für Japanologie in Hamburg übernommen, Japan sollte er nicht wiedersehen. Von ihm gibt es Übersetzungen einiger wichtiger japanischer Bücher, darunter das Nihongi, die älteste offizielle Chronik Japans, für die ihm der höchste japanische Gelehrtengrad verliehen wurde. Seine große Sammlung wurde dann zum Teil ein Opfer der Bomberangriffe im Weltkrieg (den er selbst nicht mehr erlebt hat), die Tsuba usw. haben das jedoch einigermaßen gut überstanden. Dr. Florenz sammelte vorwiegend ältere Stichblätter, die Mehrheit ist aus dem 18. Jh., und er achtete offensichtlich auf eine breite Streuung an unterschiedlichsten Motiven.