© Galerie Zacke
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Katalognummer: DA316-143
KONVOLUT: SECHS HOLZSCHNITTE VERSCHIEDENER MEISTER
Original colour woodblock print
Japan
19. und 20. Jh.
Oban u.a. Formate

KONO BAIREI 幸野楳嶺 (1844 -1895) Höckergänse, auch Schwanengänse genannt. Original-Farbholzschnitt aus Bairei hyakucho gafu „Baireis Album mit 100 Vogelbildern“ - 楳嶺百鳥畫譜. Siegel: Bairei. Verlag: Kineido. Edition: Meiji 14 (1881). Chubon, ca. 20,4 x 14,7 cm
Bairei lebte in Kyoto und kam wie viele japanischen Holzschnittmeister über die Malerei zum Farbholzschnitt. Pflanzen- und Tierdarstellungen scheinen seine bevorzugten Motive gewesen zu sein, wobei auch einige Landschaftsbilder Zeugnis seines beachtlichen Könnens ablegen. Mit der Ernennung zum Professor an der Kyotoer Kunsthochschule und als Mitglied des Kaiserlichen Kunstkomitees erfuhr er mannigfaltige öffentliche Anerkennung. In Europa wurde er größtenteils mit seinen Vogelalben und Vogelbildern bekannt.

HIdisI HANABUSA - 英樹 (1914 - ?) Löwentänzer aus dem No-Spiel Shakkyo (石橋) - „Die Steinbrücke“. Original-Farbholzschnitt aus einer zehnteiligen No-Folge. Signatur: Hidisi. Siegel: Hide. Verlag: Matsumoto Kintaro (松本筋太郎). Edition: Um 1950. Oban, ca. 42 x 28,7 cm
Das Spektrum der Arbeiten des Kyotoer Künstlers HIdisI HANABUSA, dessen genaue Lebensdaten nicht bekannt sind (1914? - ???), ist eng und beschäftigt sich allein mit der Darstellung von Bunraku-Puppen und Figuren aus diversen No-Spielen. Am bekanntesten ist seine aus zehn Blättern bestehende Serie mit Figuren aus zehn verschiedenen No-Spielen.

ROTE BLÜTE UND GROSSE BLÄTTER Aquarellfarbenholzschnitt, China 20. Jh. 25,3 x 19 cm Aus der Werkstätte Rong Bao Zhai

UTAGAWA KUNICHIKA 歌川國周 (1835 - 1900). Promenierende Kurtisane auf der nächtlichen Nakanocho-Allee im Yoshiwara. Original-Farbholzschnitt aus der fünfteiligen Serie Tosei bijin soroi - „Zusammenstellung von heutigen Schönheiten“ - 當世美人揃 (Blatt 3). Signatur: Kunichika ga. Siegel: Toshidama. Verlag: Mancho ...noya? (万丁。のや). Zensor-Siegel: Aratame kombiniert mit Datum. Plattenschneider: hori Ota Tashichi. Edition: 1865, 1. Monat. Oban, ca. 36,5 x 24,5 cm

WATANABE SEITEI 渡辺省亭 (1851-1918) Kacho-e (Kiefernzweige und Heckenrosen). Original-Farbholzschnitt. Siegel: Seitei. Edition: Um 1900. Chuban, ca. 21,5 x 14,7 cm.
Es sind vornehmlich seine Kacho-e, mit denen Seitei bekannt geworden ist. Behutsam kombinierte er japanische Bildauffassung mit westlichen Elementen, mit europäischer Perspektive, Licht und Schattenwirkungen. Etwa um 1890 entstanden seine ersten Entwürfe für den Farbholzschnitt, sie erschienen 1891 in Form eines Kacho-e-Albums. Ein zweites Buch mit Abbildungen von Pflanzen und Tieren, schlicht Kacho gafu genannt, folgte 1903. Zwei Jahre vor seinem Tod veröffentlichte Seitei seinen dritten und letzten Band, wiederum ein Kacho-e-Werk, das mit 22 Motiven zu den schönsten und feinsten Arbeiten zählt, die in diesem Genre entstanden sind.

TSUKIOKA YOSHITOSHI 月岡芳年 (1839 - 1892). Yamashiro Ogurusu no tsjuki - 山城小栗栖月 „Der Mond von Ogurusu in Yamashiro“. Original-Farbholzschnitt aus der Folge Tsjuki hyakushi (月百姿) - „100 Erscheinungen des Mondes“. Signatur: Yoshitoshi. Siegel: Taiso. Verlag: Akiyama Buemon. Plattenschneider: Enkatsu. Edition: 1886. Oban, ca. 36,8 x 24,9 cm
1582 putschte Akechi Mitsuhide (1526 - 1582) gegen seinen Dienstherrn Oda Nobunaga und überfiel diesen in dessen Hauptquartier, das er im Honno-ji-Tempel in Kyoto aufgeschlagen hatte. Nobunaga verlor dabei sein Leben, Mitsuhide ließ sich vom Tenno zum Shogun ernennen. Doch seine Herrschaft währte nur 13 Tage; der mit seinen Armeen herbeigeeilte Hideyoshi schlug Mitsuhide in der legendären Schlacht von Yamazaki (2. Juli 1582). Mitsuhide floh in Richtung seiner Burg, fiel aber einem Hinterhalt zum Opfer. Eine Gruppe marodierender Bauern in der Gegend des Dorfes Ogurusu lauerte ihm auf, sie erschlugen ihn und nahmen sich Waffen, Rüstung und Pferd zur Beute.

Expertise:
Günter Müller

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