© Galerie Zacke
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Katalognummer: DA316-149
KOZUKA: BAUER, UFER UND VOGEL
Shakudo, Silber und Gold
Japan
19. Jh.
LÄNGE 9,6 CM

Sehr feiner Nanakoji, darauf in Kebori-Gravur sowie Iroe-Takazogan die Darstellung eines quer verlaufenden Ufers, vor dem ein Bauer mit Hut, Stock und Strohsandalen steht. Er schaut in Richtung eines davonflatternden Vogels, der ganz golden eingelegt ist. Rechts außen ein Baumstamm. Hochgezogener Rand.

Expertise:
Wolfmar Zacken

Aus der Sammlung Dr. Karl Florenz (1865-1939)

Dr. Karl Florenz war ein bekannter Gelehrter, und Universitätsprofessor, der als „Pionier“ der deutschen Japanologie gilt. Er lebte von 1865 bis 1939. Von 1888 bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs hat er in Japan gelebt und gelehrt. Danach hat Dr. Florenz (1865 bis 1939) einen Lehrstuhl für Japanologie in Hamburg übernommen, Japan sollte er nicht wiedersehen. Von ihm gibt es Übersetzungen einiger wichtiger japanischer Bücher, darunter das Nihongi, die älteste offizielle Chronik Japans, für die ihm der höchste japanische Gelehrtengrad verliehen wurde. Seine große Sammlung wurde dann zum Teil ein Opfer der Bomberangriffe im
Weltkrieg (den er selbst nicht mehr erlebt hat), die Tsuba usw. haben das jedoch einigermaßen gut überstanden. Dr. Florenz sammelte vorwiegend ältere Stichblätter, die Mehrheit ist aus dem 18. Jh., und er achtete offensichtlich auf eine breite Streuung an unterschiedlichsten Motiven.
Das KOZUKA ist der sogen. "Kleine Griff", somit der Griff des Beimessers bzw. das gesamte Beimesser am klassischen japanischen Samurai Schwert.