© Galerie Zacke
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Katalognummer: DA316-172
NAGATSUNE: WÄCHTERGOTTHEIT NIO
Shibuichi
Japan
18. bis 19. Jh.
LÄNGE 9,5 CM

In Kebori und Katakiri ist in meisterlich sicherer Gravur die Darstellung eines Ni-o eingeschnitten. Diese sind (wörtl. "zwei Könige") aufgrund ihrer athletisch-übergroßen Erscheinung stets respektvollst gewürdigte Wächter an Tempeltoren. Hier ist einer von beiden ausgeführt, mit ausdrucksvollem Gesicht und flatternder Schalgirlande. Er spreizt abwehrhaft die Finger. Rückseits Signatur SETSU-ZAN und Kao. Der Name bedeutet wörtl. "Schneeberg" und ist ein Künstlername von Nagatsune aus Kyoto.

Expertise:
Wolfmar Zacken

Aus der Sammlung Dr. Karl Florenz (1865-1939)

Dr. Karl Florenz war ein bekannter Gelehrter, und Universitätsprofessor, der als „Pionier“ der deutschen Japanologie gilt. Er lebte von 1865 bis 1939. Von 1888 bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs hat er in Japan gelebt und gelehrt. Danach hat Dr. Florenz (1865 bis 1939) einen Lehrstuhl für Japanologie in Hamburg übernommen, Japan sollte er nicht wiedersehen. Von ihm gibt es Übersetzungen einiger wichtiger japanischer Bücher, darunter das Nihongi, die älteste offizielle Chronik Japans, für die ihm der höchste japanische Gelehrtengrad verliehen wurde. Seine große Sammlung wurde dann zum Teil ein Opfer der Bomberangriffe im
Weltkrieg (den er selbst nicht mehr erlebt hat), die Tsuba usw. haben das jedoch einigermaßen gut überstanden. Dr. Florenz sammelte vorwiegend ältere Stichblätter, die Mehrheit ist aus dem 18. Jh., und er achtete offensichtlich auf eine breite Streuung an unterschiedlichsten Motiven.