© Galerie Zacke
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Katalognummer: DA316-255
TSUBA MIT CHRYSANTHEMEN
Eisen und Gold
Japan
18. bis 19. Jh.
HÖHE 7,55 CM

Ovalrunde Form mit geradem Rand und Ryohitsu. Dargestellt ist in durchbrochener Arbeit ein Bambusgitter, an dem verschiedene Kiku (Chrysantheme) unterschiedlicher Art emporwachsen. Diese Blume gilt in Japan u. a. als ein kaiserl. Symbol und als Mon (Wappen) wurde von verschiedenen Kaisern (etwa Gotoba) verwendet und an Adelsfamilien weitergereicht. Die Adern der Blätter mit Gold-Nunome.

Expertise:
Wolfmar Zacken

Aus der Sammlung Dr. Karl Florenz (1865-1939)

Dr. Karl Florenz war ein bekannter Gelehrter, und Universitätsprofessor, der als „Pionier“ der deutschen Japanologie gilt. Er lebte von 1865 bis 1939. Von 1888 bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs hat er in Japan gelebt und gelehrt. Danach hat Dr. Florenz (1865 bis 1939) einen Lehrstuhl für Japanologie in Hamburg übernommen, Japan sollte er nicht wiedersehen. Von ihm gibt es Übersetzungen einiger wichtiger japanischer Bücher, darunter das Nihongi, die älteste offizielle Chronik Japans, für die ihm der höchste japanische Gelehrtengrad verliehen wurde. Seine große Sammlung wurde dann zum Teil ein Opfer der Bomberangriffe im
Weltkrieg (den er selbst nicht mehr erlebt hat), die Tsuba usw. haben das jedoch einigermaßen gut überstanden. Dr. Florenz sammelte vorwiegend ältere Stichblätter, die Mehrheit ist aus dem 18. Jh., und er achtete offensichtlich auf eine breite Streuung an unterschiedlichsten Motiven.