© Galerie Zacke
© Galerie Zacke
Katalognummer: DA316-287
YASUMASA: DIE HEXE HANNYA UND HIKOHICHI
Shakudo, etwas Gold
Japan
19. Jh.
LÄNGE 9,65 CM

Dramatische Szene in hohem Relief gearbeitet! Der Samurai Omori Hikohichi trug nächtens ein hübsches Mädchen durch einen Fluß, im spiegelnden Wasser mußte er aber das Gesicht der schrecklichen Hexe Hannya erkennen. Ein Kampf entspann sich, die Hexe verkrallte sich in ihn ... Die Darstellung zeigt den Vorfall, oben ein Kiefernast. Signatur YASU-MASA und Kao.

Expertise:
Wolfmar Zacken

Aus der Sammlung Dr. Karl Florenz (1865-1939)

Dr. Karl Florenz war ein bekannter Gelehrter, und Universitätsprofessor, der als „Pionier“ der deutschen Japanologie gilt. Er lebte von 1865 bis 1939. Von 1888 bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs hat er in Japan gelebt und gelehrt. Danach hat Dr. Florenz (1865 bis 1939) einen Lehrstuhl für Japanologie in Hamburg übernommen, Japan sollte er nicht wiedersehen. Von ihm gibt es Übersetzungen einiger wichtiger japanischer Bücher, darunter das Nihongi, die älteste offizielle Chronik Japans, für die ihm der höchste japanische Gelehrtengrad verliehen wurde. Seine große Sammlung wurde dann zum Teil ein Opfer der Bomberangriffe im
Weltkrieg (den er selbst nicht mehr erlebt hat), die Tsuba usw. haben das jedoch einigermaßen gut überstanden. Dr. Florenz sammelte vorwiegend ältere Stichblätter, die Mehrheit ist aus dem 18. Jh., und er achtete offensichtlich auf eine breite Streuung an unterschiedlichsten Motiven.